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Bei der Betreuung seiner Betriebsräte ließ es der VW-Konzern offenbar an nichts fehlen: Vor mehreren Auslandsreisen habe er noch das Potenzsteigerungsmittel Viagra besorgt, sagte der entlassene Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer aus.

Hamburg – Gebauer berichtete dies am vergangenen Freitag vor der Staatsanwaltschaft Braunschweig. Der leitende Werksarzt M., der an einer Reise im Juni 2004 nach Prag selbst teilnahm, hatte vor den Trips der Betriebsräte unter anderem nach Tschechien, Spanien, Mexiko oder Brasilien stets die entsprechenden Rezepte ausgefüllt, damit Gebauer das Mittel in einer Wolfsburger Apotheke kaufen konnte, berichtet der SPIEGEL. Die Ausgaben dafür ließ er sich, wie alle anderen Aufwendungen, später vom Konzern erstatten.

Als der Vorgang nun bekannt wurde, verteidigte sich der inzwischen pensionierte Werksarzt damit, dass zur Gesundheitsbetreuung der Mitarbeiter auch die Verschreibung von Viagra zähle. VW hatte seinen Betriebsräten bei deren Auslandsreisen auch ermöglicht, auf Konzernkosten die Dienste von Prostituierten in Anspruch nehmen zu können.

Quelle: Spiegel

Wird “Viagra nehmen” jetzt automatisch Volkssport?

4 Responses to “Viagra auf VW-Kosten”

Dsa geht sowas von gar nicht! Vor allem ist das ja nur die Spitze des Eisbergs. Solche Aktionen scheinen ja in vielen deutschen Unternehmen Gang und Gebe zu sein, um den Betriebsrat auf die eigene Seite zu bringen. Nur was soll ein Betriebsrat, der sich kaufen lässt? Ich finde, der ist dann recht zwecklos geworden. Meiner Meinung nach müssen die wegen Untreue allesamt in den Knast, und zwar nicht auf Bewährung. Geht nur leider nicht :( Ich wär als gefeuerter Fließbandarbeiter jedenfalls recht erbost, wenn die mit meinem (eingesparten) Gehalt Nutten bezahlen.

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November 26th, 2005

Wolsburger Schleuderfahrt.
Das Problem ist altbekannt: Wenn man sich mit denen zusammentut, die das Geld und/oder das Sagen haben, dann hat man ein angenehmeres Leben, als wenn man ordentlich und anständig seine Aufgabe erfüllen würde. In Konzernen nennt sich das ganze dann “Co-Management”.
Zitat aus dem Link:

“Dass VW jetzt zum Brennpunkt politischer Machtkämpfe wird, hat dem ohnehin angeschlagenen Unternehmen gerade noch gefehlt. Vergangenes Wochenende, als die Affäre hochkochte, hatte der neue VW-Markenchef Wolfgang Bernhard seine 300 wichtigsten Manager nach Wolfsburg geladen, um die Kernprobleme der Marke zu besprechen. Der forsche Allgäuer redete deutlich mit seinen Leuten: »Es gibt keine Qualitätsstatistik, bei der wir uns auf vorderen Plätzen befinden, in einigen liegen wir sogar ganz hinten. So kann es nicht weitergehen.«

Fragt sich bloß, ob sich Manager und Beschäftigte derzeit so richtig auf dieses wichtige Thema konzentrieren können.”

Ich bin mal gespannt, wie die Betriebsräte und Vorstandsmitglieder den Beschäftigten klar machen
wollen, das Beschäftigte durch das “5000 mal 5000″-Modell oder die 28.5 Stunden-Woche wesentlich weniger Geld in der Tasche haben oder ganz entlassen wurden, und die Leute, die sie eigentlich davor beschützen sollten, mit Viagra im Gepäck nach Brasilien oder Tschechien fliegen und dort fröhlich Nutten vögeln.

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Emil Sinclair
November 26th, 2005

Ganz deiner Meinung!

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November 28th, 2005

[...] sei die Heiratswut der älteren Männer auf – Viagra, das eines der meistverkauften Medikamente in Brasilien ist. Durch diese gesellschaftliche Tendenz werden die Rentenkassen in Mitleidenschaft [...]