Es war eine sehr gute Entscheidung die Reise nach Rom vor dem WM-Aus der Klinsitruppe zu buchen. Nach dem Halbfinale hätte ich mich eventuell anders entschieden und würde nun über Wien oder Prag berichten.
Geplant war der Kurztripp als Geburtstagsgeschenk für my girl Sarah. Ganz uneigennützig versteht sich. Die letzte Woche war allerdings sehr hart. Für uns beide. Ich musste die Zeit vom 11.7. bis 17.7. mit Schweigen verbringen und Sarah löcherte mich 24/7 nach ihrem Geschenk. Es hat sich gelohnt, die Überraschung bis zum Ende hinaus zu zögern, obwohl beim Kofferpacken am Sonntagabend klar war, was für ein Wind wehte. Nur halt nicht woher. Ich probierte mit Weltmetropolen wie Harburg, Passau und Pinneberg abzulenken, erntete aber nur gelangweiltes Augenrollen. Warum nur? Ist Pinneberg nicht der place to be? Wohl eher nicht.
Am Montag ging es pünktlich um 12Uhr zum Airport Hamburg. Sarah war gespannt. Ich checkte ein. Sarah wurde derweil in das Terminal 1-Cafè verbannt und wartete auf mein Erscheinen. Koffer waren inzwischen abgegeben, Bordpässe geholt und Sitzplätze gewählt. Also ging auch ich ins Cafè und setzte mich zu ihr. Ganz beiläufig kramte ich ein Geschenk meiner Eltern hervor:
Ein Essensgutschein für Rom. Nun war die Bolognese aber am Kochen. In einem Gefühlsgewitter von „Wie geil ist das denn?“ über „Das ist viel zu teuer!“ bis hin zu „Du bist ein Schatz!“ und den anschließenden Freudentränen, war alles dabei was Frauen so sympathisch macht. Fazit: Sie war glücklich. Strike!
Unser Flug ging direkt nach Rom Fuimicino a.k.a. „Airporto di Leonardo DaVinci“. Nach 1:48h mit 80% Schallgeschwindigkeit waren wir da. Rein in den Airport-Express (Regionalbahn) in die City. Bahnhof Trastevere im Süd-Westen war unser Ziel. Schlau wie Daniel nun mal ist, wollte er mit seiner Manneskraft imponieren und ging mit 15t Gepäck bewaffnet die 1,5km zum Hotel durch das wohltemperierte (34°C) warme Rom. Bin aber auch ein Hecht. Selbst zum Erkennen der Straßenbahn, die direkt vor das Hotel gefahren wäre, zu cool. Naja,… duschen, chillen, weitermachen.
Das Hotel wurde mir unfreiwillig zugeteilt. Im Sinne einer Last-Minute-Buchung. Einzige bekannte Eckdaten waren: „Bathroom, 2 Adults, Design-Hotel“ und die Adresse. Zu meiner Verwunderung war alles richtig. Sogar das „Design“ sagte uns zu. Ganz was Schickes, was sich da am Rande der Innenstadt aufgetan hat. Modernes Interieur, indirekte Beleuchtung wo das Auge hinblickt, frohe Farben und runde Formen. Name: Hotel Ripa. Kann man nicht meckern. Besonders nicht, wenn einem das normale Doppelbettzimmer für rund 20% des normalen Preises zu Teil wird. Vielen Dank nochmal an 5vorFlug.de.
[OT] Mein Laptop macht bei diesem Wetter gar keine gute Figur. Der Lüfter brüllt sich die Seele aus dem Leib. Ich hoffe er hält durch…
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