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Mrz

Das ist bestimmt mein erster Beitrag seit Monaten.. Naja, wat solls.. Bin über netzpolitik auf ein schönes Interview der taz mit Richard Stallman gestoßen:
Freie Software ist kein Freibier
.

Einerseits gut fürs Verständnis, andererseits interessant wie krass gegensätzlich Stallmans Ansichten in Bezug auf die aktuelle Gesellschaft sind..

“Soziale Trägheit”? Was soll das denn heißen?

So nenne ich das Phänomen, dass alle sagen: “Ich würde ja gerne wechseln und freie Software benutzen, aber ich warte lieber, bis alle anderen gewechselt haben. Wenn ich das zuerst mache, bin ich ja der Dumme.” Es wird sich nie etwas ändern, wenn alle auf die anderen warten. Wir brauchen Leute, die sich für die Freiheit entscheiden, die ein paar Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen und sagen: “Ich warte nicht länger, ich gehe voran und befreie mich selbst!”

7 Responses to “Über Freibier und andere Freiheiten..”

Wenn ich mir das Zitat so ansehe, dann ist das doch in größten Teilen heute immer noch so!?
Ich denke dabei nur mal an den riesigen Markt der “dummen Privatanwender” oder der “blinden Unternehmer”… Die nutzen teilweise noch Win98 mit Office 97 (letzte Woche erlebt), weil die keinen Bock auf Veränderung haben.
Soll ich denen mit OpenOffice kommen? Ganz im Ernst: Die Interessieren sich null für ihre eigene Freiheit (ob nun “frei” oder OpenSource), die wollen einfach nur arbeiten. Dass sie sich dabei immer mehr vom Rest der Welt abnabeln ist denen solang wurscht bis sie irgendwann mal keine docx-Dokumente mehr öffnen können und sich dann darüber aufregen, wie sich doch die (z.B.) blöde Telekom erlauben kann, auf Office 2007 upzugraden, ohne ihre Kunden zu fragen….

Da kriegen die doch ‘nen Herzkasper oder ich einen unbezhalten Fulltimejob, wenn ich denen “leichte Aktualisierungen” vorschlage. Die sehen da teilweise das Ende ihrer Arbeitsabläufe, alles komplizierter und anders…. HILFEE!!!! ;-)
Wenn dann aber doch mal ein Upgrade anliegt und ich OpenOffice anpreise, heißt es dann meist: “Och nee…. dieses WordWindows finde ich aber besser.” – “Sie meinen Office?” – “Ja genau, ich nehm’ lieber das…”
Besonders bei Mini-Firmen!

Ich kann da immer nur schmunzeln… Denen fehlt einfach der Mut bzw. das Engagement sich mit “Neuem” zu befassen.
Streng genommen kann man aber genau diese beiden Sachen nicht von einer Person als Pflicht erwarten oder einfordern. Wer mutlos ist und sich nicht für Computer, freie Software, OpenSource, usw. interessiert muss auch ohne diesen Kram im Leben weiterkommen dürfen. So eine Art “Computer-Hartz-IV”. ;-) *scherz*

Der Herr Stallmann ist halt ein höchstaktiver Idealist. Das macht ihn eigentlich sehr sympatisch und er verdient ne Menge Respekt… Zudem teile ich seine philosophische Einstellung fast uneingeschränkt. Aber mit Menschen, die berühmt dafür sind sich ihre Freiheit in Intervallen immer wieder selbst einzuschränken oder zu zerstören, wird das leider nix. Vielleicht mit Delphinen… oder Mäusen.

Vielleicht haben wir ja in 2-3 Generationen soviel Bewusstsein unter den Usern, dass es mehr Leute gibt, die die Technik hinterfragen und auch etwas verändern wollen.
Wenn ich mir aber überlege, dass der heutige Nachwuchs lieber Klingeltöne von Wuschelhasen kauft, als vernünftig Sprechen zu lernen, dann sehe ich da leider ein bisschen schwarz…

PS: Gibt es eine echte “freie Software” Office-Suite?

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März 18th, 2008

Bevor es falsch verstanden wird, ich bin nicht gegen freie Software! Warum auch? Ist ne super Sache.
Ich glaube nur, dass es die Stallmannsche “soziale Trägheit” in relevanter Größe gibt.

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März 18th, 2008

Hab Dich nicht falsch verstanden, denke ich.. Und ich teile Deine Ansichten, Du hast die gesellschaftlichen “Probleme” ja noch gut ausgebreitet ;)

OpenOffice gilt als freie Software, Lizenz ist LGPL, ansonsten fällt mir noch KOffice (KDE) ein, das sollte auch frei sein. Aber eine weitere, richtige Office-Suite gibts glaub ich nicht..

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März 18th, 2008

also ich bin halt einfach “User” und es interessiert mich mal überhaupt nicht, wie das funktioniert etc.. Von daher kommt für mich bei egal was eigentlich immer nur das Programm in Frage, dass all das was ich brauche kann (oder zumindest genug davon). Dazu kommt die Bekanntheit eines Produkts. Es hilft mir nichts, wenn es ein tollesOpen Source Produkt gibt, von dem ich aber nichts weiß und auch nichts wissen kann ohne mich intensiv danach umzusehen.
Und genau da ist für mich das nächste Problem. Ich habe im Normalfall weder Zeit noch Lust lange nach alternativen zu suchen.
Wer also einfach nur vernünftig arbeiten will, wird das kaum tun.

OpenOffice zum Beispiel habe ich über längeren Zeitraum genutzt. Grund dafür im gleichen Maße meine Faulheit. Es war für mich zu dem Zeitpunkt schneller und günstiger zu bekommen als die Microsoft Variante. Gestört haben mich trotzdem diverse Kleinigkeiten (Möglicherweise halt auch weil ich nur das Microsoft Produkt gewöhnt war). Was mich aber immer genervt hat, ist das OpenOffice in einem eigenen Format speichern will. Das kann man für jedes Dokument ändern. Ab und an vergisst man es aber und schon hat man ein Kompatibilitätsproblem. Was wieder zurück zu: Ich will das Produkt, dass für mich am einfachsten und billigsten zu bekommen ist, dass ich nach Möglichkeit schon kenne und das alles kann, was ich brauche! ;)

Und in den meisten Fällen trifft das eben auf die “nicht Opensource” Programme zu.

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März 18th, 2008

Im Prinzip ist bei mir bis auf das Betriebssystem alles opensource-software bzw. freeware (ist die bezeichnung richtig? naja, hauptsache ich weiß wie es funzt). der grund: der preis ;) zudem finde ich dort oft funktionen, die ich wesentlich nützlicher finde. an openoffice z.b. liebe ich die pdf-funktion. mein foxit reader ist sofort da, während adobe noch lädt. freemind macht mindmaps und keine bunten bilder. reorganize! organisiert meinen mp3-player und so weiter.
letztendlich zählt aber auch hier die benutzerfreundlichkeit.
wegen wuschelhase: ist doch pervers was heute alles in die charts darf oder?

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März 18th, 2008

Was zum Teufel ist Wuschelhase???

Naja..ich kanns mir in etwa vorstellen. Da fragt sich aber was schlimmer ist:

1. Wuschelhase kommt in die Charts

2. Ihr wisst alle das Wuschelhase in den Charts ist und könnt
wahrscheinlich auch noch fröhlich mit summen

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März 19th, 2008

@Marian: Hast Du das Interview gelesen? Es geht ja prinzipiell gar nicht so sehr um Technik in dem Artikel..

@Greta:
Freeware = für umme
Open Source = Quellcode frei verfügbar (Das heißt noch lange nicht, dass man das Programm gratis benutzen kann!)
Freie Software = siehe Interview ;) Man könnte sagen “Open Source mit einem gesellschaftlich relevanten Zusatz” oder so..

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März 19th, 2008